| EM 2010 in Budapest |
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| Donnerstag, 12. August 2010 um 14:05 | |
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12.08.10 - Hallo an alle, wie die meisten wahrscheinlich wissen, läuft seit Montag die EM in Budapest.
Davor waren wir noch eine Woche zur UWV in Heidelberg. Wir haben schön getapert. Der letzte Test, ein DSV-interner Wettkampf, lief überhaupt nicht gut. Ich bin zwar nur eine Nebenstrecke geschwommen (50Brust) aber 30,0s sind dann doch ziemlich langsam. Aber zum Glück haben solche Tests vor Wettkämpfen noch nie wirklich was über meine Form ausgesagt. Am Freitag flogen wir dann nach Budapest, wo wir dann noch Samstag und Sonntag frei hatten. Am Ende war ich aber doch froh, dass es endlich losging. Besonders vor dem ersten Start war ich ziemlich nervös, weil ich immer nicht einschätzen kann, wie gut ich wirklich drauf bin. Vor allem dieses Jahr lief im Training ja überhaupt nichts so, wie es sollte. Ich schwamm die 4*100 Kraul Staffel als Startschwimmer. Ich konnte mit 49,1 knapp eine neue Bestzeit aufstellen. Formtest geschafft. Im Finale konnte ich mich auf eine geflogene 48,2 steigern. Leider konnten wir uns die gewünschte Medaille nicht erkämpfen. Am nächsten Tag gings direkt weiter mit den 200 Lagen. Im Vorlauf und Halbfinale startete ich neben Laszlo Cseh, wo die Stimmung im Bad natürlich hammer war. Nach dem Vorlauf in 2:00,5 dachte ich eigentlich, es würde im Halbfinale noch ein bisschen schneller gehen. Mit 2:00,6 kam ich dann aber als 7. ins Finale. Im Finale schwamm ich also auf Bahn 1. Natürlich war ich hochmotiviert, wollte die 2 Minuten-Marke angreifen. Ich ging mit 24,6 an, knapp unter Weltrekordsplit. Nach 50m war ich also Erster. Dann kam Rücken, meine Schwachstelle. Ich konnte mich aber gut rüberretten und wendete nach 55,2s als Dritter hinter Cseh und Rogan. Das habe ich dann bei Brust auch gesehen, was mir natürlich beim Schwimmen Spaß gemacht hat. Allerdings hab ich da auch schon gemerkt, dass ich gleich richtig Schmerzen haben werde. Die Bruststrecke schwamm ich noch in 35,1, was aber schon nicht mehr so schnell ist. Ich wendete bei 150m immernoch als Dritter. Dann war ich aber sowas von platt, ich konnte den Angriffen der Anderen überhaupt nichts mehr entgegensetzen. Nach 175m lag ich immer noch sehr gut, dann wurde ich aber nach hinten durchgereicht. Am Ende wurde ich in 2:00,8 Achter. Am Ende fehlt mir einfach die Grundlage, was nach diesem Trainingsjahr aber auch klar ist. Gleichzeitig lässt es aber auch auf die Zukunft hoffen. Ich muss es nur schaffen, nächste Saison gesund zu bleiben und ordentlich durchzutrainieren, dann ist noch gut Luft nach Oben. Heute Morgen war dann der Vorlauf über 100 Kraul. Natürlich merke ich die Belastung von gestern Abend noch. Ich konnte mir noch eine 49,4 aus dem Ärmel schütteln und hab es damit ins Halbfinale geschafft. Ich hoffe, dass ich mich bis nachher noch einigermaßen erholen kann. Ich weiß, dass ich unter 49 Sekunden bleiben kann, was ich ja in der Staffel auch gezeigt habe. Die Frage ist nur, ob ich das nach diesen Belastungen noch kann. Nach meinen Starts liege ich immer ungefähr eine gute viertel Stunde auf der Physiobank und leide vor mich hin. Mir tut alles weh, vor allem die Arme, und ich bin unfähig zu stehen, geschweige denn Interviews zu geben. Deswegen gehe ich immer erst eine halbe Stunde nach meinem Rennen durch die Mixedzone. Ich habe die Fähigkeit, ziemlich nah an meine Grenzen ranzugehen. Das tut mir nach den Rennen dann eben immer weh. Und das wird durch die fehlende Grundlage dieses Jahr natürlich nicht besser. Das wird nächste Saison hoffentlich wieder anders. Ich melde mich dann die Tage nochmal. Grüße aus Budapest Markus |













