DM 2010 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 08. Juli 2010 um 11:26

08.07.10 - Ein paar Worte zur DM 2010 in Berlin..

Erst einen Tag, bevor die Wettkämpfe in Berlin losgingen, hab ich mich das erste Mal ganz gut gefühlt im Training. Dienstag hab ich dann nur noch einen Kilometer gemacht.

Mittwoch dann die 100Brust. 29,0 und 1:02,3. Eigentlich ganz okay, wobei ich mir doch ein bisschen mehr vorgenommen hatte. Egal, ist ja nur eine Nebenstrecke.

Ganz anders am nächsten Tag, Donnerstag. Gleich zwei Hauptstrecken: 200Lagen und 100Kraul. Ich wurde sehr langsam gemeldet, eine 2:11, damit ich die 200Lagen in einem frühen Lauf schwimme, damit ich länger Zeit habe, mich bis zu dem 100Kraul Vorlauf zu erholen. Gebracht hat es nicht wirklich viel, weil es dieses Jahr pro Strecke nur eine Handvoll Läufe gab. Ich weiß nicht warum - wurden die Pflichtzeiten angehoben? Der Nachteil war natürlich, dass ich nicht sehen konnte, was die Konkurrenz schwimmt und was man damit braucht, um ins Finale zu kommen.

Wie dem auch sei, ich bin die 200Lagen ziemlich schnell angegangen (24,9) und hab dann ab Brust ein bisschen rausgenommen. Ich schlug an, hatte eine 2:05, wusste, dass ich damit ins Finale komme, und bereitete mich gleich auf die 100Kraul vor. Ich schwamm ein paar hundert Meter locker und stand dann schon wieder auf dem Startblock. 49,7 Sekunden brachten mich als Zweiter hinter Steffen ins Finale. Das Ziel des Vormittags war erreicht, ich hatte beide Finals geschafft.

Am Mittag war dann das 200Lagen Finale. Das war echt ganz cool besetzt. Man kennt sich dann ja auch und weiß genau, wer neben einem schwimmt. Gut, ich ging noch schneller an(24,6, mit der Zeit wäre ich im 50Schmett Einzelrennen 0,01s an einer Medaille vorbei). Auch bei 100 war ich so schnell wie noch nie(55,7). Dann wurde es langsam schwer. Über Brust konnte ich mich noch retten, aber in Kraul bin ich dann fast stehengeblieben. Ich habe es gerade noch vor den Anderen ins Ziel geschafft: 2:00,79. Eine echt gute Zeit, Deutscher Meister, EM-Quali!

Danach konnte ich die restlichen Rennen relativ entspannt angehen.

Im 100Kraul Finale bin ich dann wieder volle Hütte angegangen, 23,40 und am Ende ein bisschen zu sehr gestorben, sodass ich mich noch von Paul und Steffen einmachen lassen musste. 49,22 war aber Bestzeit und eine Hundertstel unter der EM-Norm. Gut!

Am Sonntag dann noch als Zugabe die 200Kraul, auch eher eine Nebenstrecke. 24,4, 51,4. Irgendwie bin ich alle Rennen ein bisschen zu schnell von vorne gegangen. 1:50,2 war aber auch eine für mich ganz gute Endzeit. Auch wenn ich mit einer langsameren Angehzeit wahrscheinlich ein bisschen schneller gewesen wäre.

Ich hatte nach fast jedem Rennen über 20 Laktat, was mich natürlich ein bisschen mitgenommen hat..

Am Ende war ich sehr zufrieden. Dafür, dass ich dieses Jahr seeehr viel Trainingsausfall hatte und die Anzüge verboten sind, waren meine Zeiten doch ganz gut.

Jetzt gilt es, sich auf die EM  vom 09. bis zum 15. August in Budapest vorzubereiten. Vielleicht kann ich ja noch ein bisschen schneller..